Der 1998 eingeführte E46 ist der 3er, der BMW bei den Premium-Kompaktlimousinen unverzichtbar gemacht hat. Er ist bissiger als ein Renault Laguna aus der gleichen Zeit und feinfühliger in der Lenkung als ein Volkswagen Passat, wodurch er bis heute einen echten Youngtimer-Wert behält. Doch das schmeichelhafte Image verbirgt oft völlig verschlissene Autos.
In dieser ersten Phase bleiben die Sechszylinder M52TU und der 320d M47 die schlüssigsten Motoren, vorausgesetzt, man beurteilt das Auto nach seinen klassischen Schwachstellen: Kühlsystem, Vorderachse, Öldichtungen und Zustand des hinteren Unterbodens rund um die Achsaufhängungen. Das VANOS der Sechszylinder, die Kurbelgehäuseentlüftung und zu selten gewartete Automatikgetriebe zählen viel mehr als das bloße Emblem am Kühlergrill.
Beim Kauf muss ein guter E46 sauber wirken, exakt der Spur folgen und die Temperatur ohne Schwankungen halten. Ein schlechtes Exemplar verrät schnell eine ermüdete Vorderachse, ein alterndes Kühlsystem und eine ölige Mechanik. Hier zählen Rechnungen mehr als Reden über die Noblesse des Sechszylinders.