Der `Audi S6 (4B,C5)` erschien ab `1999` als schnelle Oberklasse-Alternative auf Basis des `A6 C5`: weniger extrovertiert als ein spaeterer `RS 6`, aber deutlich besonderer als eine normale Business-Limousine. Gegen eine BMW 5er Reihe setzt er auf permanenten quattro-Antrieb, viel Traktion und den souveraenen Charakter eines grossen Sauger-`V8`. Genau deshalb darf man ihn gebraucht nicht als bloß alten `A6` mit mehr Leistung lesen, sondern als teuren Spezialfall mit hohem Wartungsanspruch.
Im Zentrum steht der `4.2 V8 40V` mit `340 PS`, meist als `ANK`, spaeter `AQJ`, kombiniert mit Torsen-quattro. Im europaeischen Markt ist die `6-Gang`-Handschaltung oft die stimmigere und risikoaermere Lesart, waehrend es je nach Markt auch `tiptronic`-Autos gibt. Der entscheidende Technikpunkt ist aber nicht die Ausstattung, sondern der Zahnriemenservice mitsamt Wasserpumpe, Spannrollen, Thermostat und sauberer Kuehlhistorie. Fehlen dazu belastbare Nachweise, wird aus dem attraktiven `V8` schnell ein sehr teures Projekt.