Als Cabriolet spielt die faceliftierten `Camaro V` ihre Staerken noch deutlicher als grosse offene US-GT aus. Offen gefahren wirkt sie charmant, laut und sehr praesident, ohne je leichtfuessig oder filigran zu sein. Genau darin liegt ihr Reiz. Gegenueber einer offenen Ford Mustang bleibt sie die groessere und theatralischere Interpretation, mehr boulevardtaugliches Muscle-Car als feiner Kurvenkuenstler.
Technisch folgt das Cabrio der Facelift-Logik des Coupes: `3.6 LFX` als solide Basis, `LS3` oder `L99` fuer die `SS` und `LSA` in der `ZL1`. Beim offenen Auto zaehlen aber Verdeck, Dichtungen, Wasserablaeufe und Karosseriesteifigkeit fast genauso viel wie der Motor. Eine schoene Lackierung hilft wenig, wenn das Cabrio Feuchtigkeit zieht, auf schlechten Strassen knarzt oder ueber die `6L80` und das Differenzial schon muede wirkt.