Der Taurus V ist streng genommen kein wirklich neuer Taurus, sondern vor allem ein überarbeiteter und umbenannter Five Hundred. Ford wollte damit einem bekannten Namen wieder Gewicht geben. Heraus kam eine große, sehr rationale Limousine mit hoher Sitzposition, viel Platz und deutlich amerikanischerem Zuschnitt als etwa ein demonstrativer Chrysler 300. Ihr Thema ist Ruhe, Sicherheit und Raum, nicht Image.
Der `3.5 Duratec` mit `263 PS`, die Sechsgang-Automatik und der optionale Allradantrieb definieren das Auto fast komplett. Die Ford-Broschüre für `2008` stellt vor allem Geräuschkomfort, Innenraum, `SYNC` und Alltagstauglichkeit heraus, nicht Sportlichkeit. Diese Generation passt deshalb gut zu gelassenen Langstreckenfahrern, weniger zu Käufern mit Premium-Erwartung.
Beim Kauf bleibt die Prüfreihenfolge klar: zuerst Schaltqualität der `6F50`, dann Vorderachse und bei AWD die Gesundheit des Verteilergetriebes. Ein sauber laufender, gerade ziehender und nachvollziehbar gewarteter Taurus V ist eine erstaunlich einfache große Reiselimousine. Zähes Kaltschalten, heißes Öl am `PTU` oder sinkender Kühlmittelstand machen ihn dagegen schnell teurer als der günstige Einstiegspreis vermuten lässt.