Mit dem Modelljahr `1996` wagt Ford bei der dritten Taurus-Generation eine sehr ovale Formensprache, die sich brutal von der Vorgängerin absetzt. Der Stil polarisierte sofort, doch das Auto blieb eine große Frontantriebs-Familienlimousine für Alltag und amerikanische Autobahnen. Prestige ist nicht ihr Thema; sie will vor allem praktischer und entspannter wirken als eine bravere Toyota Camry.
Der Kern der Baureihe besteht aus `3.0 Vulcan` und `Duratec 30`, beide meist an die Automatik gekoppelt. Ganz oben verändert die `SHO 3.4 V8` das Bild komplett: seltener, schneller, aber mechanisch deutlich riskanter. Bei dieser Generation kauft man deshalb nicht einfach irgendeine Taurus, sondern entscheidet bewusst zwischen vernünftiger Familienlimousine und heikler Liebhaber-Kuriosität.
Beim Gebrauchtkauf müssen zunächst alle Autos aussortiert werden, die eine müde Automatik oder vernachlässigte Kühlung verstecken. Eine normale Taurus III kann noch immer rational sein, wenn sie sauber schaltet. Eine SHO ohne glaubhaften Nachweis vorbeugend geschweißter Nockenwellenräder kann dagegen in den ersten Kilometern zum großen Motorschaden werden.