Der Taurus-IV-Kombi gehört zu den letzten großen amerikanischen Ford-Familienautos, die wirklich alles können sollten: Kinder, Fahrräder, Hunde, Heimwerken und gelegentlich auch einen leichten Anhänger. Er behält die Option auf acht Sitze und viel echten Nutzraum, tritt aber deutlich anonymer auf als sein Vorgänger. Das ist ein Kauf aus Funktion, nicht aus Leidenschaft.
Der `3.0 Vulcan` passt sehr gut zu dieser Rolle, während der `Duratec 30` auf besser ausgestatteten Wagen etwas mehr Atem bringt. Entscheidend ist hier vor allem die Lastmüdigkeit: hintere Federn, Heckklappendämpfer, Laderaumboden, Getriebe und Bremsen. Bei einem Wagon liest sich Vernachlässigung viel schneller als bei der Limousine.
Beim Kauf müssen deshalb Fahrzeughöhe hinten, trockener Kofferraum, Befestigungen der dritten Reihe und die Funktion der bei frühen Baujahren rückgerufenen Bremslichter zuerst stimmen. Ein sauberer, trockener Taurus IV Wagon bleibt ein sehr brauchbares Familienauto. Ein abgesacktes, feuchtes Exemplar kippt schnell in permanente Nacharbeit. In dieser Hinsicht erinnert er eher an eine utilitaristische Chevrolet Malibu als an eine große Limousine mit Charme.