Der Gallardo LP 560-4 Spyder folgte auf die LP-Überarbeitung und ersetzte den frühen Spyder mit mehr Leistung, mehr Elektronik und höherer Fahrstabilität. Er bleibt ein nutzbarer Lamborghini Gallardo, bringt aber die zusätzlichen Themen eines offenen Autos mit: elektrohydraulisches Verdeck, Dichtungen, Abläufe, Karosseriesteifigkeit, Batterie und Feuchtigkeit sind genauso wichtig wie Motor und Antrieb. Gegen Ferrari California oder den späteren 458 Spider bleibt er ein Mittelmotor-Supersportwagen mit Allrad, der regelmäßige Pflege statt nur gelegentlicher Schönwetterfahrten braucht.
Technisch nutzt er den direkt einspritzenden `5,2 l`-V10 des LP 560-4 Coupé mit `560 PS`, `540 Nm`, Allradantrieb, `6`-Gang-Getriebe und je nach Ausführung automatisiertem E-gear. Die Daten nennen einen zweisitzigen Roadster mit elektrischem Verdeck, rund `4 s` von `0-100 km/h`, etwa `324 km/h` Spitze und sehr breiten Hochgeschwindigkeitsreifen. In der Wartung zählen deshalb E-gear-Kupplung, Hydraulikpumpe, Anlernung, Kühler, gleiche Reifenqualität rundum und Verdeckfunktion zusammen. Eine schwache Batterie oder ein langsames Verdeck kann schnell andere Fehlerbilder vortäuschen.