Der `Scenic I` ist historisch wichtig, gebraucht zählt aber weniger die Erfinderrolle als der technische Zustand eines alten Renault-Familienautos auf `Megane`-Basis. Gegenüber klassischen Kompakten wie einem Peugeot 306 gewinnt er über Raum und Variabilität, verliert aber sofort an Reiz, wenn die Wartung gelöst statt geführt wurde.
Die einfacheren Benziner können heute noch gut funktionieren, während die Diesel bei diesem Alter deutlich stärker über Historie, Kühlung und Pflege gelesen werden müssen. Auf dieser Generation entscheidet vor allem der Zustand von Zahnriemen, Kühlkreislauf, Lichtmaschine, Vorderachse und Dichtungen. Genau dort trennt sich der brauchbare Familien-Van vom reinen Restauto.
Vor dem Kauf sollte man deshalb Riemenwechsel, Temperaturhaushalt, Feuchtigkeit im Innenraum und Zustand von Lagern, Buchsen und Nebenaggregaten sauber prüfen. Ein guter Scenic I bleibt praktisch und erstaunlich einfach. Ein vernachlässigtes Exemplar sammelt dagegen schnell viele kleine Baustellen überall gleichzeitig.