Der `Scenic III` kommt `2009` mit spürbar besserem Innenraum und einem reiferen Gesamteindruck. Gebraucht sollte man ihn aber nicht als technische Revolution lesen, sondern als weiterentwickelten Renault-Familienvan, dessen Zustand stark vom Motortyp und vom echten Einsatzprofil abhängt. Gegen einen Volkswagen Touran punktet er über Komfort, nicht über Gleichgültigkeit gegen schlechten Unterhalt.
Auf den ersten Baujahren dominieren die Diesel `1.5 dCi`, `1.9 dCi` und `2.0 dCi`. Sie können gut laufen, wenn Ölwechsel, `AGR`, `FAP` und längere Fahrten zusammenpassen. Benziner sind seltener, umgehen aber nicht alle Alltagsthemen. Batterie, Bremsen, Innenraumteile und Bedienelemente verraten auch hier schnell, ob nur gefahren oder wirklich gepflegt wurde.
Vor dem Kauf sollte man deshalb die Dieselhistorie, das Verhalten bei warmem Motor, Bremsscheiben, Batteriezustand und die üblichen kleinen Schwachstellen im Innenraum zusammen betrachten. Ein sauberer Scenic III bleibt ein angenehmer Familienvan. Ein schlampig gewarteter Wagen nervt dagegen eher mit vielen Details als mit nur einem großen Defekt.