Der erste New Beetle lebt vom Auftritt, technisch aber von der Golf-IV-Welt. Genau deshalb ist er gebraucht besser zu lesen, als viele glauben. Fahrwerk, kleine Elektrikprobleme, Teilemarkt und die meisten Motoren sind vertraut. Der Fehler beginnt erst dann, wenn man für die Karosserieform bezahlt, aber bei der eigentlichen Substanz zu viel durchgehen lässt.
Die vernünftigsten Richtungen bleiben 1.6, 2.0 und 1.9 TDI. Der 1.8T verlangt mehr Disziplin bei Öl, Turbo und Kühlung, während VR5 und RSi bereits klar ins Spezialistenfeld rutschen. Auch die alten Automaten können funktionieren, aber nur dann, wenn sie wirklich sauber schalten und nicht nur auf den ersten Metern freundlich wirken.
Ein guter 9C wirkt simpel und ehrlich: stabiler Kaltlauf, sauberes Kühlsystem, trockener Innenraum und eine Vorderachse ohne Restgeräusche. Ein schlechter verliert sich in vielen kleinen Themen gleichzeitig. Gerade beim New Beetle werden Fensterheber, Schlosslogik, Luftverteilung, Fahrwerk und Automatik schnell zur Summe, die das Auto teurer macht als es von außen aussieht.