Die späte Beetle-Phase wirkt begehrter, oft besser ausgestattet und optisch erwachsener. Genau das führt leicht in die falsche Richtung: Man bezahlt schnell für die Schlussserie und wird dadurch beim technischen Blick zu großzügig. Dabei bleibt auch das Facelift ein kompakter VW, der über Motor, Getriebe und Wartungsdisziplin gekauft werden muss.
Die Palette ist überschaubarer als früher: 1.2 TSI, 1.4 TSI, 2.0 TDI mit 110 oder 150 PS sowie 2.0 TSI 220, teils mit DSG. Das macht die Auswahl leichter, aber nicht billiger. Kleine TSI mögen kein müdes Öl und keine kurzen Alltagswege, Diesel brauchen Strecke, und bei der Doppelkupplung zählt nur belastbarer Service.
Ein gutes Facelift fühlt sich leicht an: sauberer Start, ruhiger Motor, klare Lenkung, trockenes Interieur und kein nervöses Schaltverhalten. Gerade späte Autos mit wenig Laufleistung können aber unter Standzeit leiden. Dann werden Batterie, Dichtungen, Reifen und Flüssigkeiten wichtiger als ein schöner Kilometerstand.