Die Evora 400 kam 2015 als deutlicher Entwicklungsschritt. Lotus nennt `42 kg` weniger Gewicht gegenüber dem Vorgänger, ein überarbeitetes Aluminiumchassis, stark geänderte Karosserieteile und vor allem den aufgeladenen und charge-cooled 3,5-Liter-V6. Für heutige Halter ist das der Kern der Wartungslogik. Die Evora 400 ist keine einfache Fortsetzung der frühen Evora, sondern eine stärker verdichtete, thermisch anspruchsvollere und gleichzeitig alltagstauglichere Lotus. Genau deshalb darf man sie weder wie eine dekorative GT noch wie einen beliebigen Toyota-V6 behandeln. Sie bleibt ein Mittelmotor-Sportwagen mit enger Packaging-Logik, empfindlicher Kühlung und sehr direkter Fahrwerksreaktion. Eine sauber geführte Evora 400 kann im Alltag hervorragend funktionieren; eine vernachlässigte 400 wird schnell teuer, sobald Hitze, Bremsen oder Fahrwerk nicht mehr sauber im Rahmen bleiben.