Die letzte `Stilo`-Phase von 2006 ist eine besondere Zwischenstufe: kurz am Markt, oft sachlich konfiguriert und häufig in Händen von Vielfahrern oder Flotten. Genau deshalb muss man sie anders lesen als die frühen, emotionaleren Varianten. Interessant ist sie nicht wegen Seltenheit, sondern dann, wenn Zustand und Historie zur nuchternen Nutzung passen.
Am ehrlichsten vergleicht man sie mit einer Renault Megane oder einer anderen Kompaktklasse aus dem Fuhrparkumfeld. Die `1.9 Multijet`-Versionen bleiben für Strecke sinnvoll. `2.4` und `Selespeed` haben Reiz, sind aber nur auf außergewöhnlich klar dokumentierten Autos tragbar. In dieser Phase zählt der Wartungsnachweis mehr als Ausstattung oder Optik.
Vor dem Kauf sollte man die `Stilo` 2006 wie ein ehemaliges Flottenfahrzeug lesen: Vorderachse, Bremsen, Bordelektrik und Lastwechsel wichtiger nehmen als den Lack. Ein gutes Auto bleibt vorne ruhig, schaltet sauber und wirkt nicht diffus verbraucht. Ein schlechtes kostet anschließend über viele kleine Positionen deutlich mehr als es der Kaufpreis erwarten lässt.