Mit dem Facelift ab 2003 wird die `Stilo` stimmiger, etwas erwachsener und insgesamt leichter einzuordnen als die frühe Phase 1. Das macht sie gebraucht interessanter, aber nicht sorglos. Auch in dieser Phase lohnt sich der Kauf nur dann, wenn Zustand, Elektrik und Wartung sauber zusammenpassen.
Im Vergleich zu einer Opel Astra oder anderen klassischen Kompakten bleibt sie die charaktervollere, aber auch empfindlichere Wahl. Die `JTD`-Motoren sind für Strecke weiter die plausibelsten Varianten. Kleine Benziner wie der `1.4 16V` können funktionieren, verlangen aber sauberen Service bei Zündung, Thermostat und Leerlaufverhalten. Das Auto ist reifer geworden, nicht anspruchslos.
Vor dem Kauf muss die `Stilo` Facelift weiter als Ganzes gelesen werden: Fensterheber, Klima, Kombiinstrument, Vorderachse und Motorlauf gehören in einen Test. Gute Exemplare fahren unauffällig, bleiben vorne ruhig und wirken innen nicht verwohnt. Schlechte Autos sehen von außen noch brauchbar aus, kosten aber über viele kleine Rückstellungen mehr als eine konservativere Kompaktalternative.