Die vierte Caravan-Generation wirkt als Langversion deutlich homogener und naeher an einem echten Reisemobil fuer grosse Familien. Sie spricht dieselbe Kundschaft an wie ein Ford Galaxy: viele Sitze, brauchbarer Kofferraum und ruhiges Autobahnverhalten. Gut altert sie aber nur dann, wenn Antrieb und Kuehlkreislauf ohne Nachlaessigkeit gepflegt wurden.
Die meisten interessanten Fahrzeuge laufen mit 3.3-, 3.8- oder spaetem 3.5-V6, meist mit Automatik und teilweise mit AWD. Gerade auf der LWB belasten Gewicht, volle Besetzung und hintere Klima das gesamte System dauerhaft. Deshalb fallen schlechte Exemplare nicht durch einen einzigen grossen Defekt auf, sondern durch kleine Unstimmigkeiten im warmen Fahrbetrieb, bei Schaltqualitaet und Temperaturstabilitaet.
Wichtig sind langsame Manoever, Neustarts nach kurzer Pause und Temperaturkontrolle im dichten Verkehr. Zieht die Automatik einzelne Gaenge aus, kuehlt der Fond nicht mehr richtig oder arbeitet der Luefter dauernd gegen hohe Temperatur, steckt selten nur eine Kleinigkeit dahinter. Ein gutes Exemplar bleibt dagegen sehr ausdauernd, verlangt aber eine wirklich glaubhafte Historie.