Die `Regal GS` ist die ambitionierteste Version der letzten Generation: ein großer Liftback mit Allradantrieb, `3,6-Liter-V6` mit `310 PS`, Brembo-Bremsen und adaptivem Fahrwerk. Buick versucht hier, diskrete Familien-Routinen mit echtem Leistungsanspruch zu verbinden, ohne in die übliche visuelle Lautstärke vieler Sportmodelle zu verfallen.
Gerade das macht die GS selten und sympathisch. Neben einer Peugeot 508 wirkt sie optisch weniger demonstrativ, bietet aber den edleren Motor und eine deutlich souveränere Längsdynamik. Der Preis dafür ist ein höherer Unterhaltsanspruch als bei einer `2.0`-Regal, weil V6, 9-Gang-Automatik, AWD und die speziellen Fahrwerkskomponenten alle ernst genommen werden müssen.
Beim Kauf sollte man eine kompromisslos gepflegte GS suchen und nicht nur ein gut ausgestattetes Exemplar. Die Probefahrt muss den V6, die Bremsstabilität, saubere Schaltvorgänge und die Funktion des adaptiven Fahrwerks bestätigen. Eine GS, die lang bremst, auf kleinen Unebenheiten klappert oder in Rangiersituationen zögert, braucht oft mehr als nur normalen Service.