Die `Vanquish II` kam `2012` als Nachfolgerin der `DBS` und schob das klassische Frontmotor-V12-Konzept deutlich weiter Richtung Carbon und High-Speed-GT. Der `5.9-Sauger-V12` bleibt das Herzstück, während Karosserie und Auftritt moderner, breiter und technischer wirken. Sie will keine mittelmotorige Supercar imitieren, sondern eine sehr schnelle, sehr laute und sehr selbstbewusste Langstrecken-Aston sein.
Auf der Straße fühlt sie sich näher an einer besonders aufwendig gemachten Maserati GranTurismo als an einem radikalen Sportcoupe an. Gerade die späteren Autos mit besser sortierter `Touchtronic` wirken im Alltag und auf Reise schlüssiger als frühe Exemplare. Entscheidend bleibt aber immer, ob Motor, Carbon-Keramik-Bremse und adaptive Dämpfung noch wie aus einem Guss arbeiten.
Beim Kauf trennt sich sehr schnell die gute von der bloß fotogenen `Vanquish II`. Der `V12` muss warm perfekt laufen, die Bremse darf weder vibrieren noch teuer wirken und das Fahrwerk darf kein Poltern oder Chassiswarnungen liefern. Vernachlässigte Autos werden vor allem über Scheiben, Dämpfer und Hinterreifen schnell kostspielig.