Nach der oeffentlichen Premiere auf der IAA 2005 kam das XK Coupe X150 ab 2006 in den Handel und löste den X100 nicht nur formell, sondern konzeptionell ab. Jaguar verweist selbst darauf, dass der X150 das erste Serienmodell mit der neuen Formensprache von Ian Callum war; ebenso zentral war die Aluminiumstruktur. Gegenüber einem Porsche 911 derselben Jahre will dieses Coupe weniger mit Nervosität beeindrucken als mit Ruhe, Streckentauglichkeit und klassischem GT-Charakter. Für einen heutigen Halter ist genau das der entscheidende Maßstab. Ein gutes X150 überzeugt nicht bloß durch Optik, sondern dadurch, dass es trocken, sauber dokumentiert und mechanisch unaufgeregt bleibt. Im Vergleich zum XK Coupe X100 ist traditionelle Rostvorsorge zwar weniger dominant, doch Unterboden, Anbauteile und kleinere Elektrikthemen dürfen trotzdem nicht vernachlässigt werden. Dieses Auto belohnt keine Schönwetterhaltung, sondern methodische Pflege über Jahre.