Der Passport II ist kein glatter SUV, sondern ein alter, rustikaler Gelandewagen mit 3,2-Liter-V6 und klarer 4x4-Logik. Aus deutscher Sicht liegt er naher an einem Toyota 4Runner als an einem weichen Familien-Crossover. Heute zahlt deshalb weniger die Optik als die Frage, wie ehrlich Substanz, Rahmennahe und Antriebsstrang wirklich sind.
Der wichtigste offizielle Punkt ist nicht der Motor, sondern Korrosion im Bereich der hinteren Fahrwerksaufnahme bei salzbelasteten Fahrzeugen. Genau dort entscheidet sich, ob ein Passport noch tragfahig oder nur scheinbar gunstig ist. Danach kommen Kuhlung, Zahnriemen, Leckagen und der Zustand von Getriebe, Verteiler und Achsen. Ein gesunder V6 allein rettet keinen schlechten Unterbau.
Beim Kauf beginnt die Arbeit also unter dem Auto. Gesucht sind saubere Reparaturen, kein ernsthafter Rost an kritischen Punkten, ein ruhiger Antrieb und ein 4x4-System ohne Mahlen, Schlagen oder Reifenkuddelmuddel. Ein guter Passport II bleibt ein sympathisch einfacher Japan-4x4. Ein schlechter wird schnell zum teuren Unterboden- und Fluideprojekt.