Die NSX-T im Facelift ist die erwachsenste offene Auslegung der ersten NSX. Gleiches Targa-Prinzip, aber die flache feste Front, 17-Zoll-Räder rundum und die sehr späte Bauphase verschieben das Auto stärker Richtung sammelwürdige, aber fahrbare GT. Sie will weniger Rennstrecke sein als eine luftige, erstaunlich hochwertige Mittelmotor-Exotin.
Unter diesem Schlüssel stecken weiter die 3.0 F-Matic und die 3.2 mit Handschaltung. Erstere passt zur schnellen Reise, letztere bleibt das Auto für den engagierteren Fahrer. Gegen ein frühes Porsche 911 Cabriolet wirkt die NSX-T unaufgeregter, gegen eine Chevrolet Corvette C5 feiner in Bedienung und Verarbeitungsgefühl. Gerade diese leise Qualität macht gute späte Autos heute so interessant.
Das Problem: Viele späte NSX-T wurden kaum bewegt, kosmetisch aufgefrischt oder nur oberflächlich gepflegt. Deshalb muss man Dachpanel, Facelift-Teile, die passende Getriebeversion und die Zahnriemenhistorie als Gesamtpaket lesen. Eine gute Schlussphase wirkt dicht, leise und temperaturstabil; eine schlechte zeigt sofort Dachthemen, alte Reifen und teure Frontschäden.