Mit dem Facelift Ende 2001 verliert die NSX ihre Klappscheinwerfer, bekommt die flache feste Front und rollt rundum auf 17-Zoll-Rädern. Unter diesem Schlüssel laufen das 3,0-Liter-C30A4-F-Matic-Coupé und die seltene 3,2-Liter-Handschalter-Version zusammen. Genau deshalb muss man hier zwei Nutzungsprofile sauber trennen und darf nicht nur an eine einzige NSX denken.
Die 3.2 mit 6-Gang bleibt die puristische Lesart, feiner und direkter als eine Chevrolet Corvette C5. Die 3.0 F-Matic passt eher zur schnellen Langstrecke. Selbst im Facelift bleibt die NSX leichter und subtiler als ein zeitgenössischer Porsche 911, lebt aber viel stärker von Originalität und sauberem Karosseriezustand als vom bloßen Sammlerimage.
Beim Kauf ist daher entscheidend, ob man ein echtes spätes Auto oder einen teuer aufgehübschten Mix erwischt. Auf der F-Matic muss das Getriebe spontan und weich reagieren, auf der 3.2 der Schalthebel mechanisch sauber arbeiten. Frontpartie, Scheinwerfer und Spaltmaße sind fast so wichtig wie Motor und Historie. Ein gutes spätes Coupé wirkt stimmig aus einem Guss.