Die NSX-T erzählt eine andere Geschichte als das starre Coupé. Mit dem herausnehmbaren Targa-Dach und später dem 3,2-Liter-Handschalter rückt sie ein Stück von der reinen Fahrerwaffe weg und näher an die schnelle Reisesportwagen-Idee. Gegen einen Porsche 911 Targa wirkt sie leichter in den Bedienkräften und deutlich weniger effekthascherisch.
Unter diesem Schlüssel laufen der 3,0-Liter-C30A4 mit F-Matic und der 3,2-Liter-C32B2 mit Handschaltung zusammen. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Motor, sondern das Zusammenspiel aus frei saugendem Mittelmotor-V6 und dem herausnehmbaren Dachpanel über dem Motorraum. Im Vergleich zu einer offenen Chevrolet Corvette lebt die NSX-T stärker von Balance, Sicht und Alltagsergonomie als von großer Geste.
Bei der Wartung beginnt alles am Dach. Dichtungen, Verriegelungen und die Anzeige für ein nicht korrekt arretiertes Dach müssen sauber arbeiten, sonst wird das Auto laut, feucht und nervig. Erst danach kommen Zahnriemen, Getriebe und Temperaturhaushalt. Eine gute NSX-T bleibt eine seltene, erstaunlich entspannte GT; eine vernachlässigte addiert schnell kleine Dachthemen und große Werkstattrechnungen.