Das Facelift `2010` ändert am Grundkonzept der `CP3` wenig, schiebt die Limousine aber noch deutlicher in Richtung Komfort und Ruhe. Der `J35A` bleibt, ebenso `VCM`, `VGR` und die große Frontantriebs-Plattform, doch Abstimmung, Auftritt und Gesamteindruck wirken noch gesetzter. Für viele ist genau das die interessanteste CP3, weil sie den technischen Aufwand besser versteckt als die frühen Jahre.
Diese späte Phase vergleicht sich weniger mit Europäern als mit großen japanischen Komfort-Limousinen. Gegenüber einer Nissan Teana wirkt sie technischer, gegenüber einer Toyota Camry eigenständiger im Auftritt. Die Starken bleiben dieselben: viel Drehmoment, viel Ruhe, gute Dämmung und eine Honda-Ergonomie, die trotz Ausstattung noch angenehm logisch bleibt.
Gebraucht trennt sich die Spreu hier über Details. `VCM` darf praktisch unhörbar bleiben, `VGR` muss ohne Haken arbeiten und die Automatik darf den `3.5` nicht mit Flare oder Zägheit begleiten. Dazu kommen die offenen Airbag-Kampagnen der späten Baujahre. Eine gute Facelift-`CP3` fährt beinahe mühelos; eine schlechte verrät sich über Vibration, Warnlampe und unklare Getriebereaktion.