Das Facelift `2005` erfindet die `UC1` nicht neu, macht das Konzept aber spürbar runder. Honda bleibt beim `3.0 J30A`, beim `VCM` und bei der technoiden großen Frontantriebs-Limousine, legt aber in Anmutung, Ausstattung und Abstimmung nach. Damit wird aus der experimentellen `2003er`-Idee eher eine ausgereifte Reiselimousine für Fahrer, die Komfort und Honda-Technik mögen.
Gerade diese späte Phase lebt von ihrer Ruhe. Sie wirkt kultivierter als eine Toyota Mark X und weiterhin weniger repräsentativ als eine Honda Legend, verbindet aber weiche Automatik, sattes `V6`-Gefühl und auf manchen Autos ein für die Zeit sehr ambitioniertes `HiDS`-Paket. Gut erhaltene Exemplare fühlen sich erstaunlich stimmig an.
Der Haken ist, dass eine späte `UC1` ihre Kosten gut versteckt. `VCM` muss im Hintergrund bleiben, `HiDS` darf keine Dauerwarnungen produzieren und die Automatik muss auch nach starker Verzögerung sowie beim Rückwärtsgang sauber arbeiten. Wenn dazu Smart-Key-Macken oder `ATF`-Spuren kommen, wird aus der eleganten Langstrecken-Honda schnell ein Elektronik- und Getriebedossier.