Mit der `CP3` wächst die `Inspire` `2007` sichtbar aus ihren bisherigen Proportionen heraus. Honda baut nun eine große, sehr ruhige Frontantriebs-Limousine auf nordamerikanisch geprägter Basis, kombiniert den `3.5 J35A` mit `VCM` in drei Stufen und packt dazu `VGR` sowie aktive Geräuschkontrolle. Die Rolle ist damit klar: weniger japanische Sonderlimousine, mehr echte Langstrecken-Honda mit Oberklasse-Ambition.
Gerade deshalb geht es hier nicht um Aggressivität. Gegenüber einer Honda Accord wirkt die `CP3` schwerer, leiser und erwachsener, gegenüber einer Toyota Avalon technisch eigenwilliger. Der Reiz liegt im satten Drehmoment, in der variablen Lenkungscharakteristik und in der Art, wie die Limousine ihren Aufwand im besten Fall praktisch unsichtbar macht.
Gebraucht ist genau diese Unsichtbarkeit der Test. `VCM` darf nicht brummen, `VGR` keinen toten Punkt erzeugen und die Automatik muss den `V6` ohne Flare oder Härte begleiten. Wenn eines dieser Systeme auffällig wird, verliert die `CP3` sofort den Kernnutzen, für den man sie überhaupt sucht: die große, scheinbar mühelose Honda-Ruhe.