Mit der dritten `Inspire` verändert Honda `1998` den Charakter der Baureihe deutlich. Der Fünfzylinder verschwindet, dafür rücken `J25A` und `J32A` als `V6`-Motoren ins Zentrum. Die Limousine wirkt länger, glatter und klar premiumorientierter als früher, ohne zur harten Sportberline zu werden. Genau diese Mischung aus Souveränität und technischer Unaufgeregtheit macht ihren Reiz heute aus.
Diese Generation liest sich eher als kultivierte japanische Reiselimousine denn als Angriffsfahrzeug. Gegenüber einer Nissan Maxima wirkt sie feiner, gegenüber einer Toyota Avalon weniger amerikanisch im Auftritt. Die `V6` bringen sattes Drehmoment, während Fahrkomfort, Laufruhe und die weich abgestimmte Automatik genau auf entspanntes Gleiten ausgelegt sind.
Gebraucht entscheidet deshalb nicht die Optik, sondern die Stringenz des Dossiers. Eine gute `Inspire III` braucht dokumentierte Zahnriemenarbeit, eine saubere Automatik und erledigte Honda-Kampagnen, besonders beim hydraulischen Zahnriemenspanner und bei bestimmten Fahrerairbags. Wenn diese Punkte unklar bleiben, kann eine äußerlich sehr schöne `UA4/UA5` schnell teuerer werden als sie wirkt.