Das Facelift ab 2018 ist die stimmigste europaeische Edge-Phase. Innenraum, Bedienung und Antriebsauswahl wirken sortierter, und die 8-Gang-Automatik passt deutlich besser zum Charakter des grossen ReisesUV als die fruehere PowerShift. Trotzdem bleibt der Edge ein Nischenmodell, eher ein komfortabler Langstrecken-SUV auf Augenhoehe mit einem Kia Sorento als ein kompakter Familien-Allrounder. Genau das macht ihn gebraucht interessant.
In Europa setzt Ford fast komplett auf den `2.0 EcoBlue`, vom 150-PS-Frontriebler bis zu staerkeren AWD-Versionen und dem 238-PS-Biturbo. Das klingt plausibel, verlangt aber Disziplin bei `DPF`, `AdBlue`, `8-Gang-Automatik` und Reifenpaarung. Dazu kommen auf dieser Phase auffaellige Komfortthemen: Karosserie-Details, Klimaanlage, elektrischer Heckdeckel und nicht-motorische Elektronik tauchen in Besitzerberichten ueberdurchschnittlich oft auf.
Vor dem Kauf muessen deshalb Kaltstart, gleichmaessige Fahrt, langsames Rangieren sowie alle Komfortfunktionen zusammenpassen. Ein guter Facelift bleibt ruhig, leise und angenehm schwer. Ein schlechter verraet sich durch haeufige Regeneration, eine zoegernde Automatik, AWD-Vibrationen mit falschen Reifen, einen schief schliessenden elektrischen Heckdeckel oder eine Reihe kleiner Elektronikfehler, die zusammen schnell sehr teuer werden.