Die `Cavalier III` wurde fuer hohe nordamerikanische Stueckzahlen entwickelt: einfache Limousine, kalkulierbare Wartung und unaufgeregtes Fahrverhalten ohne sportlichen Anspruch. Waehrend eine erste Ford Focus mehr Fahrfreude sucht, setzt Chevrolet auf bekannte Technik, guenstige Teile und leicht diagnosefaehige Benziner. Genau dieser Pragmatismus erklaert, warum sie gebraucht noch so oft auftaucht.
Die Palette dreht sich um den einfachen `2.2`, den lebhafteren `2.4 Twin Cam` und spaeter den `2.2 Ecotec L61`. Das Fahrwerk vertraegt Laufleistung recht gut, wenn Achsen und Verschleissteile gepflegt wurden, doch die `4T40-E` und das Kuehlsystem muessen ernst genommen werden. Es ist keine komplizierte Limousine, aber gerade deshalb fallen lange Vernachlaessigungen schnell auf.
Die besten `Cavalier III` sind selten die optisch glaenzendsten. Wichtiger sind Rechnungen fuer Vorderachse, Bremsen und Motorservice als frischer Lack ohne Historie. Bei der Probefahrt sollte man auf Radlagergeraeusche, Stadt-Schaltverhalten und Rost unter den Schwellern achten. Der Innenraum altert unspektakulaer, doch eine gesunde Struktur macht den ganzen Unterschied.