Ende der `1990er` besetzt das `Cavalier Convertible` in den USA eine fast verschwundene Nische: ein kompaktes Frontantriebs-Cabrio, einfach, bezahlbar und klar auf entspanntes Cruisen statt auf Sport ausgelegt. Es ist deutlich weniger fein als ein Mazda MX-5, punktet dafür mit günstigem Einstieg und einer bekannten `J-body`-Basis. Teileversorgung ist meist leichter als die Pflege des Innenraums.
Meist findet man den einfachen `2.2 OHV` oder den deutlich lebendigeren `2.4 Twin Cam`. Der `2.4` passt besser zum offenen Charakter, verlangt aber mehr Sorgfalt bei Kühlung, Zündung und Dichtheit. Die oft verbaute `4T40-E` ist brauchbar, wenn Flüssigkeit und Nutzung stimmen, aber deutlich weniger überzeugend bei viel Stadtverkehr, Hitze oder ausbleibender Wartung.
Bei einem Cabrio dieses Alters zählt das Verdeck mindestens so viel wie der Motor. Nähte, Dichtungen, Wasserabläufe und Feuchtigkeit im Kofferraum müssen vor jeder Stilfrage kommen. Ein gutes `Cavalier Convertible` kann ein billiger Sympathieträger sein; ein verbasteltes oder halb repariertes Auto wird dagegen schnell teuer und unbefriedigend.