Diese vierte `Cavalier` hat mit der amerikanischen Kompaktlimousine der `1990er` kaum noch etwas gemeinsam. Chevrolet nutzt den Namen für eine globale Stufenheck-Limousine, zuerst für Asien und später für weitere Märkte. In Format, Einsatz und Positionierung liegt sie deutlich näher an einer Toyota Corolla als an einer traditionellen kleinen Chevrolet-Limousine.
Frühe Versionen setzen meist auf einen `1.5`-Sauger mit Handschaltung oder Automatik je nach Markt. Die spätere `Cavalier Turbo`, vor allem in Mexiko, wechselt auf einen `1.3`-Turbo mit `6`-Gang-Automatik und wirkt damit auf der Straße deutlich stimmiger, verlangt aber auch mehr Sorgfalt bei Öl, Aufladung und Temperaturmanagement. Das Fahrwerk bleibt solide, ohne sportliche Ambitionen.
Beim Kauf muss man vor allem gut betreute Autos von ehemaligen Flottenfahrzeugen mit Minimalservice unterscheiden. Die `1.5`-Versionen reagieren empfindlich auf Ansaugverschmutzung und müde Zündung, die Turbo-Modelle verlangen saubere Wartung an Motor, Schläuchen und Kühlung. Eine Probefahrt auf schlechter Straße zeigt zudem schnell, wie es um Achsen, Dämmung und Bordelektronik tatsächlich steht.