Mit der zweiten `Aveo` wirkt Chevrolet erstmals deutlich näher an einem echten globalen Kleinwagen. Der Fünftürer ist moderner gezeichnet, innen plausibler und fährt spürbar erwachsener als die erste Serie. In seinem Anspruch liegt er klar im Umfeld eines Kia Rio, nur mit etwas eigenständigerem Auftritt.
Die Benziner `1.2`, `1.4` und `1.6` decken den normalen Bedarf gut ab, während der `1.3` Diesel nur für Fahrer mit passendem Langstreckenprofil sinnvoll bleibt. Je nach Markt gibt es eine `6T30/6T40`-Automatik, die unbedingt kalt und warm getestet werden muss. Die `Aveo II` ist keine Katastrophe im Alter, aber Thermostatgehäuse, Zündkomponenten, Getriebeölpflege und Vorderachse entscheiden klar über gut oder schlecht.
Beim Kauf sollte man sich nicht vom frischen Design täuschen lassen. Schwache Autos zeigen schnell harte Schaltvorgänge, Warnmeldungen, müde Federbeine oder eine unruhige Lenkung. Ein guter `Aveo II Hatchback` fährt dagegen erstaunlich geschlossen und alltagstauglich. Genau deshalb lohnt ein sauber gewartetes Exemplar deutlich mehr als ein nur optisch schönes Auto ohne belastbare Historie.