Die erste e-Up! ist keine Modeerscheinung, sondern eine sehr fruehe, erstaunlich ehrliche Elektro-Kleinstwagenloesung. Sie faehrt leise, direkt und fuer die Stadt ausgesprochen angenehm. Ihr Problem ist nicht das Konzept, sondern die realistische Reichweite: Mit 18,7 kWh passt sie fuer den klar umrissenen Alltag, nicht fuer diffuse Allround-Erwartungen.
Deshalb muss man diese e-Up! anders lesen als einen kleinen Verbrenner. Entscheidend sind Batteriezustand, 12-Volt-Batterie, Ladeverhalten, Rekuperation und das reale Vorleben. Ein Auto, das regelmaessig genutzt und ordentlich geladen wurde, ist oft die bessere Wahl als ein optisch schoenes Exemplar, das viel stand und elektrisch nur sporadisch bewegt wurde.
Vor dem Kauf braucht es mehr als eine Runde um den Block. Laden ausprobieren, Rekuperation fuehlen, den Antrieb in der Schubphase hoeren und die Bremsen genau ansehen. Gerade bei alten City-EV entstehen die nervigen Probleme nicht laut, sondern schleichend: alternde 12-Volt-Batterie, ungenutzte Ladehardware, rostige Bremsscheiben oder ein reduktorseitiges Geraeusch, das niemand ernst genommen hat.