Das Golf III Cabrio lebt nicht von Sportlichkeit, sondern von der Idee eines offenen Alltagsautos. Genau deshalb beginnt der gute Kauf nicht mit Motorcodes, sondern mit Verdeck, Dichtungen, Wasserabläufen und der Frage, ob der Innenraum wirklich trocken geblieben ist. Wenn diese Basis nicht stimmt, wird aus entspannter Sommernutzung schnell ein teurer Nebenthemen-Mix.
Der 1.6 AFT oder AKS passt oft besser zum Charakter des Autos als ein nur aus Sparwillen gekaufter 1.9 TDI. Der Diesel kann auf Strecke sinnvoll sein, doch bei einem alten Cabrio zählen Karosseriezustand, saubere Kühlung und eine glaubwürdigige Historie mehr als der Verbrauchsvorteil. Das Verdeckauto verzeiht keine romantische Auswahl.
Ein gutes Golf III Cabrio fühlt sich trocken, stimmig und erstaunlich solide an. Ein schlechtes verrät sich sofort über Feuchtigkeit, unruhige Scheiben, müde Vorderachse und Karosseriegeräusche auf schlechter Straße. Dann ist es kein charmantes Freizeitauto mehr, sondern ein Projekt mit vielen kleinen offenen Enden.