Die erste S2000 ist kein einfacher Sommer-Roadster. Gegenuber einem BMW Z4 wirkt sie spitzer, leichter und mechanischer, im Honda-Kosmos fast naher an einer kleinen NSX als an einem blossen Spass-Cabrio. F20C, kurzes 6-Gang-Getriebe, Sperrdifferenzial und Doppelquerlenker machen die AP1 grossartig, aber nur solange Wartung, Reifenbasis und Fahrwerkszustand stimmen.
Das offizielle Honda-Bild erklart die Grundidee gut: hochdrehender Sauger, knapp kalkulierte Fluide und ein enges Zusammenspiel aus Motor, Getriebe und Chassis. In der Praxis sortiert man eine AP1 daher uber Olstand, Warmlaufdisziplin, Schaltqualitat, Diff-Gerausche, Verdeckzustand und Wasserablaufe. Eine S2000, die jahrelang nur uber Drehzahl und Seltenheit verkauft wurde, verrat ihren Zustand immer irgendwo.
Beim Kauf sucht man einen Roadster, der kalt sauber schaltet, warm nicht raucht, hinten nicht schwimmt und innen nicht nach Feuchtigkeit riecht. Dann ist die AP1 immer noch etwas Besonderes. Ohne diese Basis wird sie schnell zu einem Paket aus Verdeck, Kupplung, Synchronringen, Reifen und aufgestauter Grundwartung.