Der erste Ridgeline wollte nie ein purer Toyota Tacoma sein. Er ist ein Honda-Pick-up mit selbsttragender Karosserie, deutlich strassiger als ein Nissan Frontier, mit J35A9-V6, VTM-4, Doppelfunktions-Heckklappe und Kofferraum in der Ladeflache. Genau diese Eigenwilligkeit macht ihn interessant, aber nicht einfacher als Gebrauchtwagen.
Der wichtigste offizielle Punkt ist heute nicht der Motor, sondern Korrosion am hinteren Rahmenbereich auf salzbelasteten Fahrzeugen. Honda startete dazu einen grossen Ruckruf fur Ridgeline 2006-2014 in betroffenen Regionen. Auf einem Pick-up ist das kaufentscheidend: Ein sauber laufender V6 und ein netter Innenraum heilen keine strukturell problematische Basis. Danach folgen Zugbetrieb, Kuhlung, Hinterachse und die echte Behandlung von Ladebett und Heckklappe.
Beim Kauf beginnt die Arbeit deshalb unter dem Auto. Gesucht sind ein sauberer Rahmenzustand, ein ehrlicher Anhangerbetrieb, ein ruhiger Hinterwagen und ein plausibler Fluideplan. Ein guter Ridgeline I bleibt ein sehr cleverer Alltags-Pick-up. Ein schlechter wird schnell zum teuren Struktur- und Wartungsprojekt.