Ab 2011 wird die Odyssey noch deutlicher zum nordamerikanischen Familien- und Reisewagen. Im deutschen Blick konkurriert sie damit eher mit einem spaten Chrysler Voyager oder einem großen Kia Carnival als mit europaischen Standard-Vans. Entscheidend ist nicht der Exotenbonus, sondern ob das Auto seine schwere Familienkarriere technisch verkraftet hat.
Diese Generation setzt auf den 3,5-Liter-V6 J35Z8 mit Automatik. Der Motor passt zum Auto, verlangt aber Konsequenz: Zahnriemen, Zundkerzen, Kuhlung und Getriebeol sind keine Nebensachen. Gerade auf US-Importen mit viel Stadtverkehr oder Anhangerbetrieb sieht man schnell, ob nur kosmetisch aufbereitet wurde oder wirklich gewartet. Ein seidenweicher V6 allein beweist noch gar nichts.
Beim Gebrauchtkauf mussen deshalb Leerlauf, Lastwechsel und Temperaturstabilitat perfekt sein. Dazu kommen Schiebeturen, Fahrwerk und Bremsen, die auf Familienvans stark arbeiten. Eine gute Odyssey IV fahrt gelassener, als ihre Größe vermuten lasst; eine schlechte wirkt schon nach wenigen Kilometern schwer, heiss und mechanisch unwillig.