Ab `2010` ist die GT500 nicht mehr nur die Rückkehr des Shelby-Namens, sondern eine der größten Kraftdemonstrationen der modernen Muscle-Car-Ära. Aerodynamik und Fahrverhalten legen zu, und mit dem Modelljahr `2013` explodiert das Konzept mit dem aufgeladenen `5.8 V8` vollends. Damit verlässt die Shelby den Bereich des bloßen Spaß-Coupés und wird zum rollenden Sammlerstück mit sehr realen Betriebskosten.
Trotzdem bleibt der Charakter radikal amerikanisch: `Tremec`-Handschalter, starre Hinterachse, großer Kompressor, schwere Bremsen und Hinterreifen, die man sehr genau lesen muss. Auf dem Markt ist die nächste Vergleichsgröße meist eine Chevrolet Camaro ZL1 derselben Zeit, aber die Shelby wirkt noch extremer und deutlich spezieller.
Gebraucht entscheidet der Aktenordner mehr als der Kilometerzähler. Eine wenig verbaute, thermisch saubere und diszipliniert gewartete Facelift-GT500 kann trotz brutaler Leistung erstaunlich stimmig sein. Eine mehrfach umgerüstete Trackday- oder Drag-Auto ohne saubere Nachweise ist dagegen schnell ein teures Risiko. Motor, Kupplung, Bremsen und Hinterachse müssen vor jedem Kauf im Mittelpunkt stehen.