Das Facelift `2010` macht das Shelby-Cabrio noch extremer. Die Optik wird moderner, das Fahrwerk etwas sauberer, und die letzten Baujahre `2013-2014` treiben den `GT500` mit `5.8 Kompressor` auf ein fuer ein Heckantriebs-Cabrio mit starrer Hinterachse fast absurde Leistungsstufe. Das Auto ist weniger rationale Alternative als rollende Kampfansage.
Aus dem `5.4 Kompressor` mit `550 PS` wird spaeter der `5.8` mit `662 PS`, weiterhin kombiniert mit `Tremec`-Handschalter und einer Hinterachse, die sehr hart arbeiten muss. Damit misst man die Shelby nicht mehr an einem normalen Mustang Cabrio, sondern eher an einer ausgesprochen amerikanischen Antwort auf offene Hochleistungskonzepte, deutlich theatralischer als ein BMW M4 Cabrio.
Gebraucht muss man deshalb sehr kalt bleiben. Verdeck, Kupplung, Kuehlung, Hinterachse und Spuren von Track-Nutzung sagen mehr aus als jeder Kilometerstand. Ein sauberes Auto kann faszinierend bleiben; ein ueberhitztes, umprogrammiertes und halb gepflegtes GT500-Cabrio bindet bei jeder Ausfahrt ernsthaft Budget.