Als Cabrio aendert die Shelby II ihren Schwerpunkt leicht. Sie bleibt spektakulaer, laut und uebertrieben, wird aber zugleich mehr zum Image- und Sammlerauto fuer schnelle Ausfahrten als zum reinen Performance-Werkzeug. In dieser Rolle passt sie eher zu einer offenen Chevrolet Camaro als zu einem leichten Roadster.
Technisch bleibt die Grundidee die des Coupés: `4.6 V8` im Shelby GT oder `5.4 Kompressor` im `GT500`, dazu `Tremec`-Handschalter, massives Drehmoment und die alte starre Hinterachse. Das Cabrio bringt jedoch mehr Gewicht, weniger Steifigkeit und ein Verdeck mit, das fast so viel Aufmerksamkeit verdient wie der Antriebsstrang. Genau das macht den Reiz aus und einen guten Teil des finanziellen Risikos.
Beim Kauf sollte man das Auto daher erst als offene Muscle-Car-Konstruktion und dann erst als Shelby lesen. Verdeck, Spaltmasse, Hinterachse und Kuehlung muessen nach langsamer Fahrt und anschliessender Last sauber wirken. Knarzt die Struktur schon, bleibt Feuchtigkeit im Innenraum oder fuehlt sich das Getriebe angestrengt an, wird das vermeintliche Traumauto schnell teuer.