Mit der dritten Generation wurde der Escape 2013 vom kantigen SUV zum klaren One-Ford-Crossover. Er faehrt deutlich strassenorientierter, leiser und erwachsener als seine Vorgaenger und steht gebraucht eher in der Welt eines Volkswagen Tiguan als bei einfachen Freizeit-Gelaendern. Genau dadurch ist er reizvoll, aber auch anspruchsvoller in der Bewertung.
Entscheidend sind die `1.6`- und `2.0-EcoBoost`-Motoren, die `6F35-Automatik` und bei hoeheren Versionen der `Allradantrieb`. Vor allem der fruehe `1.6 EcoBoost` bleibt wegen Ueberhitzungs- und Rueckrufthemen ein echter Pruefpunkt. Auch abseits der Rueckrufe verzeiht diese Generation weder schlampige Oelwechsel noch unklare Kuehlmittelhistorie oder vernachlaessigte Getriebeanpassung. Ein schoener Innenraum sagt hier mechanisch fast nichts.
Die Probefahrt muss Stadt, Lastwechsel, Autobahntempo und einen Warmstopp enthalten. Der `1.6` darf weder heiss riechen noch Wasser verlieren, der `2.0` muss sauber Druck aufbauen, und die `6F35` darf kalt wie warm nicht schlagen oder zoegern. Bei AWD-Versionen muessen Hinterachse und Reifenpaarung ebenfalls passen. Wenn Temperatur, Getriebe oder Antriebskette auffaellig werden, kippt der moderne Eindruck schnell ins Gegenteil.