Mit dem Facelift ab 2020 wirkt der `Egea Station Wagon` endlich moderner: bessere Darstellung, mehr Assistenz und insgesamt weniger billig im ersten Eindruck. Seine eigentliche Rolle bleibt aber unverändert. Er ist ein klar auf Nutzwert, Platz und bezahlbaren Betrieb ausgelegter Kombi für Familien und Berufspendler, nicht für Käufer von Prestige.
Gegenüber einem Skoda Octavia Kombi bleibt die Fiat einfacher, aber oft auch leichter kalkulierbar. Der `1.0 FireFly` macht die späte Phase für gemischten Alltag deutlich plausibler, während `Multijet II`-Versionen weiter für Strecke und regelmäßige Beladung taugen. Wie bei fast jedem günstigen Kombi entscheidet jedoch der Zustand von Fahrwerk und Hinterachse fast so stark wie die Motorwahl.
Vor dem Kauf müssen deshalb Hinterachse, Reifenbild, Bremsen und mögliche Elektronik-Nebenfehler zusammen bewertet werden. Ein guter Facelift-Kombi bleibt hinten ruhig, lenkt sauber ein und zeigt keine latenten Abgasprobleme. Schlechte Autos verraten sich dagegen über müde Dämpfer, innen abgefahrene Reifen oder die typischen kleinen Komfortmängel stark genutzter Familien- und Firmenwagen.