Die VX wirkt ausgereifter als die aelteren Viper, wird aber nie zum zahmen GT. Sie steht eher neben einer Nissan GT-R oder einer anderen Hochleistungssportlerin, nur ohne deren elektronischen Puffer. Bei so einem Auto ist deshalb nicht der Kilometerstand allein entscheidend, sondern wie intensiv Trackdays, schnelle Landstrasse und Umbauten wirklich waren.
Der 8.4 V10 selbst ist nicht kompliziert, verlangt aber sehr viel Aufmerksamkeit bei Fluide, Bremsen, Hinterachse und Reifen. TA, GTS und vor allem ACR belasten nicht dieselben Teile gleich stark. Eine stark trackday-gefahrene oder umgebaute VX verraet sich fast immer ueber Bremsen, Geometrie, Reifenbilder und die Art, wie das Heck unter Last arbeitet.
Bei der Probefahrt muss die VX kompakt, direkt und mechanisch stimmig wirken. Wenn das Heck beim Herausbeschleunigen zu unruhig wird, die Bremsen pulsieren oder Karosseriespalte nach einem Reparatureingriff aussehen, sollte man sofort skeptisch werden. Die besten Autos sind regelmaessig bewegt, aber nicht verbastelt worden.