Der erste ZB-Roadster treibt das offene Viper-Erlebnis noch weiter: grosser V10, Handschaltung und sehr praesente seitliche Abgasanlage. Er ist eher eine Alternative zu einer Chevrolet Corvette als zu einem europaeischen Cabrio, nur mit viel weniger Kompromiss. Wie das Auto genutzt und gelagert wurde, ist hier fast wichtiger als jeder Werksprospekt.
Der 8.3 V10 bringt mehr Drehmoment und mehr Hitze als die fruehere Generation. Entsprechend muessen Kuehlung, Kupplungshydraulik, Side Sills und Verdeck konsequent gelesen werden. Eine wenig bewegte ZB I kann trotz wenig Kilometern alte Fluide, trockene Dichtungen und gealterte Reifen stapeln. Umgekehrt altert ein regelmaessig bewegtes, gut gepflegtes Auto oft deutlich besser.
Bei der Probefahrt muss der Motor voll ziehen, die Kupplung warm konstant bleiben und das Verdeck ohne Gewalt schliessen. Wenn die Schweller unnormal heiss werden, das Pedal weich wird oder der Innenraum bereits Wasserspuren zeigt, wird es schnell teuer. Auf dieser Viper ist fast kein kleiner Mangel wirklich klein.