Der Nubira III von 2003 bis 2005 ist die reifste Phase der Reihe, kurz bevor viele Maerkte schon unter anderen Namen weiterliefen. Er wirkt in Auftreten und Alltag klarer sortiert als die frueheren Nubira und steht eher bei einer ruhigen Ford Focus als bei einer billigen Restposten-Kompakten. Sein Wert liegt in der Gesamtbalance, nicht in Exotik.
Die 1.6- und 1.8-Benziner bleiben einfach aufgebaut, aber diese Generation verzeiht Nachlaessigkeit bei Kuehlung, Zuendung und Automatik kaum. Der 1.8 ist die logischere Wahl, sofern das Auto nicht jahrelang nur Stadtverkehr ohne Fahrwerks- und Bremsnacharbeit gesehen hat. Gerade hier ist Wartungsdisziplin wichtiger als die nackte Laufleistung.
Auf der Probefahrt muss ein gesunder Nubira III ruhig, gleichmaessig und mechanisch unauffaellig wirken. Wenn die Vorderachse poltert, der Leerlauf warm schwankt oder die Automatik kalt zoegert, verliert das Modell sehr schnell seinen Reiz. Diese Phase funktioniert nur dann gut, wenn sie ueber Jahre konsistent gepflegt wurde.