Der Nubira Hatchback II von 2001 bis 2003 ist sachlicher und langstreckentauglicher, als sein Ruf vermuten laesst. In seiner Rolle steht er naeher an einer ruhigen Ford Focus als an einem einfachen Kleinwagen. Genau dort muss er auch bewertet werden: nicht ueber Image, sondern ueber Substanz, Fahrverhalten und Pflegezustand.
Der 2.0-Benziner buendelt den eigentlichen Reiz, vor allem mit Automatik, verlangt dann aber strenge Disziplin bei Kuehlung, Zahnriemen und kalten Schaltvorgaengen. Auch diese zweite Hatchback-Phase steckt Kilometer ordentlich weg, solange kleine Fahrwerks- und Bremsarbeiten nicht jahrelang aufgeschoben wurden. Vernachlaessigung zeigt sich hier frueh und ziemlich ehrlich.
Ein guter Nubira II bleibt im Alltag unauffaellig: kein vibrierender Leerlauf, keine laute Vorderachse und kein unsauberes Getriebe. Wenn der Motor warm schon schwer wirkt oder das Bremsgefuehl stumpf bleibt, lohnt die einfache Technik den Aufwand meist nicht mehr. Die Starke dieser Generation ist ihre Lesbarkeit, nicht ihr Seltenheitswert.