Die fünfte Generation des `Grand Voyager` kommt in einer Zeit, in der sich der Markt bereits von großen Vans entfernt. Chrysler hält trotzdem an seiner traditionellen Idee fest: viel Format, viel Reisekomfort und eine ganz klare Familienrolle. Der plausibelste Gegenpart bleibt ein Volkswagen Sharan, auch wenn der Chrysler sich deutlich mehr wie ein amerikanischer Gleiter anfühlt.
Diese Phase `2007-2015` schließt die europäische Geschichte des `Grand Voyager` fast ab. Diesel werden im Gebrauchtmarkt dominant, bringen aber auch die meiste Komplexität mit. Die Benziner bleiben technisch stimmiger, während Ausstattung, Komfort und Gewicht des Fahrzeugs zulegen. Genau das verändert die Kaufprüfung im Vergleich zu den früheren Generationen deutlich.
Wer gut kaufen will, braucht maximale Transparenz beim Unterhalt. Ein vor allem in der Stadt genutzter Diesel verdient Skepsis, die Automatik muss ohne Schlupf arbeiten und hohe Laufleistung ergibt nur mit glaubwürdigigen Rechnungen Sinn. Ein guter `Grand Voyager V` kann noch immer ein hervorragendes Reisegerät sein; vernachlässigte Exemplare reagieren auf Wartungsaufschub dagegen sehr hart.