Das Cabrio Sebring JS versucht eine Klasse hoeher zu spielen, ohne seinen transatlantischen Charakter aufzugeben: grosszuegiger Aufbau, Komfort vor Dynamik, Alltagstauglichkeit ohne sportliche Ambitionen. Im Vergleich steht eher eine Peugeot 308 CC als ein echter Sportwagen – beide bieten entspanntes Freiluftfahren als Hauptversprechen.
Diese Phase 2007–2010 verdient einen eigenen Eintrag, weil sie das Modell neu aufstellt. Das Styling wird massiver, die Ausstattung verbessert und die Motorpalette erweitert – auch um Diesel, die ein grundlegend anderes Wartungsprofil haben. Der V6 bleibt am stimmigsten fuer den Charakter des Autos, die kleinen Varianten ueberzeugen nur mit lueckenloser Dokumentation.
Ein guter Kauf setzt methodische Pruefung voraus: Verdeckzustand, Passungenauigkeiten, Kuehlsystem, Automatikgetriebe-Sanftheit und Zeichen der Muedigkeit bei wenig gefahrenen Diesel-Exemplaren. Das Sebring JS kann noch Sinn machen als atypisches und geraeumigers Cabrio – es vergibt aber keinen nachlassigen Unterhalt.