Die Sebring Limousine JR hat nie auf sportliche Fahrfreude gesetzt. Sie zielt auf diejenigen, die eine sanfte, geraeuschgedaemmte Familienlimousine wollen, die gegenueber den ueblichen Angeboten ein wenig exotisch wirkt. Im europaeischen Kontext ist der treffendste Vergleich der Opel Vectra, aber der Chrysler bietet eine deutlich entspanntere, weichere Erfahrung und kuemmert sich weit weniger um europaeische Praezision.
Diese Generation 2000–2006 steht fuer eine bestimmte Idee der zugaenglichen amerikanischen Limousine. Die Aufmachung ist schlicht, das Fahrwerk federweich, und die Benzin-Motorisierungen geben dem Fahrzeug den Charakter einer ruhigen Grossklaassen-Limousine. Der V6 liefert das erwartete Niveau, setzt aber hoehere Anforderungen beim Unterhalt, waehrend die Vierzylinder nur bei lueckenloser Wartungshistorie Sinn machen.
Als Gebrauchtwagen muss man die Sebring JR nehmen, wie sie ist. Der tiefe Preis darf das Urteil ueber Automatik, Kuehlsystem, Fahrwerk und Rechnungsqualitaet nicht trueben. Ein sorgfaeltig gepflegtes Exemplar bietet noch immer einen eigenstaendigen und komfortablen Alltag; ein vernachlaessigter Wagen sammelt rasch Kleinkosten und laesst den originalen Reiz schnell vergessen.