Das erste echte moderne Sebring Cabrio fasst zusammen, was Chrysler Ende der 1990er gut verkaufte: eine schlichte Linie, echte Fondbank und eine auf Entspannung ausgelegte Fahrdynamik. Ein kompakter Roadster ist nicht der Vergleichsmaßstab - passender ist ein Touring-Cabrio wie der Opel Astra Cabrio, der ebenfalls Komfort vor Sportlichkeit stellt.
Diese Generation 1996-2000 legt die Basis der Sebring-Formel: ein Spaß-Auto, zugänglich, aber rund 25 Jahre später nicht unbedingt günstig wieder instand zu setzen. Die Mechanik bleibt verglichen mit den Nachfolge-Generationen relativ übersichtlich, doch Korrosion an der Struktur, Verdeckzustand, Automatikgetriebe und Fahrwerksgelenke müssen als Prioritäten behandelt werden.
Ein Sebring JX kauft man wie einen gepflegten Youngtimer. Man akzeptiert eine mittlere Verarbeitungsqualität, prüft Rechnungen konsequent, hört dem Motor kalt und warm zu und inspiziert das Verdeck sorgfältig. Der V6 liefert den natürlichsten Vortrieb, der Vierzylinder genügt für einen ruhigen Einsatz. Letztlich zählt das Exemplar mehr als das Datenblatt.