Der Z3 punktet mit der relativen Einfachheit seiner Zeit, einem kompakten Format und dem echten Flair eines BMW-Roadsters der 1990er Jahre. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist genau das trügerisch: Man glaubt, ein kleines, spaßiges und recht simples Auto zu kaufen, während ein vernachlässigter Z3 schnell Karosseriearbeiten, Kühlsystemwartung, Fahrwerksüberholungen und eine generelle Cabrio-Aufbereitung erfordern kann.
Die Vierzylinder M43/M44 und die Sechszylinder M52/M54 können alle interessant sein, vorausgesetzt, man achtet auf den tatsächlichen Zustand des Autos. Kühlung, Dichtigkeit, Verhalten der Vorderachse, Unterbodenkorrosion, Qualität des Verdecks und der Verschleiß der Silentblöcke zählen viel mehr als das bloße technische Datenblatt. Ein gutes Auto muss leichtfüßig, direkt und gesund wirken. Ein schlechtes Exemplar versteckt sein Alter schnell hinter dem Charme des Modells.
Vor dem Kauf müssen daher der Unterboden, die Schweller, das Verdeck, das Fahrverhalten bei Kälte und Wärme sowie die Stimmigkeit der Rechnungen überprüft werden. Wenn der Z3 überhitzt, schwimmt, Wasser eindringt oder ernsthafte Korrosion zeigt, sollte man besser die Finger davon lassen.